Arbeit ist… eben Arbeit!

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Wie man an meinem Schreibtisch sieht, wird mir auch in dieser Woche bestimmt nicht langweilig. Wenn ich dazu komme, einen Tag im Büro zu verbringen, dann gibt es genug zu tun. Es ist erst Dienstag, also ist noch ein wenig Zeit in dieser Woche.

Arbeit läuft ja bekanntlich nur in den seltensten Fällen weg. 🙂 Also nichts wie los an die Arbeit- mit Herz, Hand und Verstand!

 

Liebe Grüße aus dem verregneten Malawi

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Was wir von Afrikanern lernen können…

Man sagt, dass es in Afrika in wenigen Stunden eine neue Straße um einen Baum herum geben würde, wenn dieser auf die Straße fallen würde. Bei uns in Deutschland würde wohl sofort das THW oder die Feuerwehr anrücken und die Straße nach einer langen Absperrung räumen. Sowohl der umgefallene Baum also auch die Mauer auf dem Bild, die einfach um den Felsen herum gebaut wurde, sagen etwas über Kultur aus.

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Der Afrikaner akzeptiert die Umstände, lebt mit ihnen und führt ein zufriedenes Leben, auch wenn er manchmal Leid und Umwege dafür in Kauf nehmen muss. Wir können von ihnen lernen, nicht immer darüber unzufrieden zu sein, dass alle unsere Umstände uns Steine in den Weg legen.

Auf der anderen Seite hilft uns unser deutsches Streben nach Innovation und die gewisse Unzufriedenheit, um schlechte Lebensumstände zu verbessern.

Beide Kulturen können sich untereinander bereichern. Es ist weise, die Dinge zu verändern und nicht einfach zu akzeptieren, die falsch oder schlecht laufen, aber gleichzeitig nicht den Umständen die Macht über meine Zufriedenheit oder Unzufriedenheit zu geben, sondern ihnen mit einer gewissen Gelassenheit und vielleicht einer prise Humor zu begegnen.

Vielleicht lässt es sich mit einem Gebet von Reinhold Niebuhr so zusammenfassen:

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

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Ge(h)-fahren

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Ich bin jetzt erst etwas über 10 Tage hier, habe aber schon einiges an Km hier in Malawi zurückgelegt. Manchmal ist es nicht ganz ungefährlich, wenn mir z.B. plötzlich ein Bus auf meiner Spur entgegenkommt, weil er einen LKW in einer Kurve überholt. Die wunderschöne, gerade jetzt sehr grüne Landschaft macht aber alles wett. Malawi ist auch in der Regenzeit einfach atemberaubend schön.

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Angekommen!

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Endlich. Nach ca. 24h Flug, umsteigen, warten und etwas Diskussionen um ein zu schweres Handgepäck bin ich und zwei andere Mitarbeiter glücklich in Lilongwe gelandet.

Gleich zu Beginn wurden wir daran erinnert, dass wir jetzt in Afrika sind. Unser gesamtes Gepäck war auch nach fast einer Stunde Wartezeit nicht auf dem Band aufgetaucht. Nicht allzu enttäuscht, denn das ist keine Seltenheit hier, machten wir uns auf den Weg nach Ntcheu, meinem Wohnort für die nächsten Jahre.

Nur in den ersten Minuten kam mir der Linksverkehr etwas merkwürdig vor. Dann aber fühlte ich mich schnell wieder zu Hause- als wäre ich nur einige Tage weg gewesen.

In Ntcheu angekommen, durfte ich mein neues zu Hause beziehen. Ich passe bis Ende April auf ein Haus von Missionaren auf, die in Deutschland auf die Geburt ihres Kindes warten. Wenn man aus der Tür rausschaut, sehe ich also das, was du dort auf dem Bild siehst- einen Affenkäfig, einen kleinen Garten, Ziegen und weiter links (nicht mehr auf dem Bild) Hunde, Hühner, ein Schwein und sogar eine kleine Antilope.

Mittlerweile haben wir alle unser Gepäck bekommen, das Zimmer ist so gut wie fertig eingerichtet und die erste Woche kann beginnen. Es wird Besprechungen geben, Einarbeitungsphasen, Kennenlernen von neuen Mitarbeitern usw. Ich bin schon gespannt, was meine erste Woche in meinem neuen zu Hause alles bringen wird…

Missionskonferenz- einen Schritt weiter

Am Samstag gab es in Siegburg eine Missionskonferenz, die von To All Nations durchgeführt wurde.

Neben vielen spannenden Berichten über Einsätze und Erlebnisse auf der ganzen Welt gab es einige spannende Gedanken, die mir eine völlig neue Perspektive auf „Mission“ gegeben haben.

In der Predigt von Ulrich Neuenhausen (Leiter des Missionswerkes Wiedenest) über Matthäus 24,1-13 wurde deutlich, dass Gottes Zeitmesser Mission ist. Das bedeutet, dass nicht Katastrophen oder Kriege ein Indiz dafür sind, wann Jesus wiederkommt, sondern die Tatsache, wie viele Menschen mit der guten Botschaft erreicht werden. Diese Tatsache motiviert mich noch stärker, an diesem Auftrag mitzuhelfen. Ich möchte anderen Menschen so gerne praktisch zeigen, was die Vergebung meiner Sünden und meine Freiheit durch Jesus Christus für Möglichkeiten in mir schafft und wozu sie mich befähigt. Ich möchte es ihnen sagen und zeigen. Denn ich habe befreiende Botschaft erfahren und möchte, dass andere sie auch erfahren.

Dieser Tag war aber nicht nur ein ermutigender Tag für mich, sondern auch ein weiterer Meilenstein in meinen Vorbereitungen für die Ausreise nach Malawi. Zusammen mit einigen anderen Missionskandidaten und neuen Mitarbeitern wurden wir nun öffentlich vorgestellt, sodass es jetzt ganz offiziell ist und in die letzte Phase gehen kann.

Es braucht noch einige Vorbereitungen, einige Sachen müssen noch eingekauft werden und einige Formulare ausgefüllt werden. Die Arbeitsbeschreibung ist aber schon ziemlich konkret und ich bemühe mich, jetzt schon Infos einzuholen und die Sprache zu lernen. Besonders die Sprache braucht viel Disziplin, deshalb bitte ich dich, dass du dafür betest, wenn du Zeit hast und es dir wichtig ist.